
Mädchen und Frauen sind in der IT-Branche immer noch viel zu selten anzutreffen. Lediglich 18 Prozent aller Studienanfänger in der Informatik sind weiblich. Bei den IT-Ausbildungsberufen sind es sogar nur 9 Prozent. Dabei muss, wer den Anschluss nicht verpassen will, unbedingt in seine digitalen Skills investieren: Laut einer Industriestudie von IDC werden im Jahr 2015 90 Prozent aller Jobs grundlegende Kompetenzen im digitalen Bereich voraussetzen.
Weil Berufe in der ITK neben der reinen Informatik auch immer mit Kooperation und Kommunikation zu tun haben, suchen Firmen ganz gezielt nach jungen Frauen, die e-Skills und soziale Kompetenzen vereinen.
DIGITALEUROPE und das European Schoolnet organisieren gemeinsam mit der Europäischen Kommission GD Unternehmen und Industrie bis Mai 2012 die europäische e-Skills Week 2012. BITKOM ist mit seiner Nachwuchsinitiative „erlebe it“ der deutsche Partner der Aktion. Die e-Skills Week 2012 ist eine Basiskampagne, die besonders den Jugendlichen in Europa veranschaulichen soll, wie sie sich im digitalen Zeitalter Jobs sichern und e-Skills für ihr Leben aneignen können.
Der Girls´Day Germany ist mit seinem etablierten Ansatz mit von der Partie: Als Partner der e-Skills Week macht er junge Mädchen auf die immensen Chancen aufmerksam, die sich durch die Eroberung der vermeintlichen „Nerd“-Domänen durch Frauen auftun.
In Berlin passiert das beispielsweise bei einem Werkstatttag im Cisco Hauptquartier. Cisco-Mitarbeiter zeigen den Mädchen ihre Arbeitsplätze, wie das Netzlabor hoch über dem Ku´damm, und anschließend arbeiten die Schülerinnen unter Anleitung engagierter Auszubildender vom Telekom-Ausbildungszentrum Berlin-Lichterfelde gruppenweise an technischen, sozialen und gesellschaftlichen Aspekten von IT. Dazu gehört beispielsweise, einmal einen Rechner auseinanderzunehmen und ohne Furcht vorm Kaputtmachen wirklich zu sehen, was hinter der Benutzeroberfläche steckt.
Bei einer Telepräsenz-Konferenz mit anderen Cisco-Standorten in Deutschland können die Teilnehmerinnen die moderne Arbeitskultur kennenlernen, die die Branche in Sachen Familienvereinbarkeit und Work-Life-Balance zum Vorreiter macht. Und Informationen zum Berufseinstieg gibt es noch dazu.
Dass das Engagement bei den Mädchen sich auch für die Firmen lohnt, dafür ist die Berliner Wolfgang-Borchert-Schule ein leuchtendes Beispiel: Regelmäßig beginnen die Absolventinnen Ausbildungsgänge bei der Telekom oder erwerben Zertifikate der Cisco Networking Academy, die sie über die langjährige Kooperation kennengelernt haben. Denn Mädchen in der IT brauchen wir nicht nur einmal im Jahr.

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