Im Vorfeld der analogen Satellitenabschaltung, die am 30. April 2012 dieses Jahres vollzogen wurde, herrschten unterschiedliche Einschätzungen, wie gut die deutsche Bevölkerung auf die Totalabschaltung vorbereitet war. Im Nachgang zeigt sich, so die Experten auf dem Arbeitskreis Technical Service am 24. Mai 2012 in München, dass sowohl Gerätehersteller, Handel, Handwerk, Sendeanstalten und der Satellitenbetreiber ASTRA Ihre Hausaufgaben gut gemacht haben: der Sturm der Entrüstung bliebt vollständig aus, kaum überraschte Kunden und wenige Anrufe auf den eingerichteten Hotlines, so der Tenor aller Beteiligten. Gleichzeitig wurden in den letzten Monaten Rekordabsätze bei Receivern, Settop-Boxen und TV-Geräten mit eingebauten Satellitenreceivern verzeichnet. Auch der gesamte TV-Absatz wurde nach Aussagen der GfK beflügelt: so stiegen die Abverkäufe (mengenmässig) im Januar 2012 gegenüber dem Januar 2011 um 2%, im Februar 2012 dann um +8%, im März um +16% und im Apr 2012 um +22% gegenüber dem Monat des Vorjahreszeitraums an. Fast alle Haushalte wurden rechtzeitig umgestellt, wer es nicht geschafft hatte, wird kurzfristig bedient, so die Aussage der teilnehmenden Experten aus Handel und Handwerk. Alles im allem kam auch die Ausweitung der HD-Programme im Zuge der Analogabschaltung beim Kunden gut an. Aus Sicht des Handels war hingegen der recht knapp angekündigte Transponderwechsel ein größeres Problem als die Analogabschaltung selber.

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