Warum kann Deutschland kein Google, YouTube oder Apple? Diese Frage muss sich Deutschland stellen lassen und so liegt es nah, diejenigen zu fragen, die die Gründerszene kennen. Für den kommenden Montag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine inoffizielle Diskussionsrunde mit Unternehmern, Investoren und Experten der Gründerszene einberufen (Bericht Handelsblatt, 31.5.2012). Bei dem Treffen sollen die Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft diskutiert werden. Ziel ist es, die Bedingungen so zu gestalten, dass mehr und international erfolgreiche Gründungen entstehen.
Deutschland im internationalen Vergleich abgeschlagen
Speziell technologieorientierte Gründungen setzen überdurchschnittliche Innovations- und Wachstumsimpulse frei und sind gesamtwirtschaftlich besonders positiv zu bewerten. Die Sorge, dass Deutschland im Wettbewerb mit den internationalen Branchengrößen immer weiter zurückfallen könnte, ist nicht unberechtigt. Der Vergleich mit 20 innovationsbasierten Volkswirtschaften zeigt, dass die deutsche Wirtschaft in Bezug auf die Gründungsaktivität zusammen mit Dänemark und Slowenien das Schlusslicht bildet. Deutschland liegt damit weit abgeschlagen hinter Ländern wie den USA, Australien oder auch Großbritannien (Quelle: http://www.gemconsortium.org).
Thesenpapier mit Forderungen und Empfehlungen
Anlässlich des Treffens hat der BITKOM ein Thesenpapier aufbereitet, das vier wesentliche Gründungs- und Wachstumshemmnissen zusammenfasst:
- Fachkräftemangel
- Fehlende Gründungskultur
- Fehlendes Wagniskapital
- Bürokratie
Das Thesenpapier erläutert Forderungen und Empfehlungen und kann hier eingesehen werden. Der BITKOM ist durch Ulrich Dietz bei dem Treffen im Bundeskanzleramt vertreten. Ulrich Dietz ist Gründer der GFT Technologies AG und BITKOM-Präsidiumsmitglied. Er hat die erfolgreiche, internationale Innovationsinitiative CODE_n ins Leben gerufen.

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